Vernetzt: Der Hype um die virtuelle Realität

12. März 2016, 09:40 Uhr
Brillen, 360° Videos, Hololens - was alles auf uns zukommt.

Virtuelle und angereicherte (augmented) Realität - darum dreht sich grad alles in der Techszene. Youtube, Facebook oder auch 20 Minuten bieteen 360° Videos an, andere haben erste Anwendungen für Virtual Reality Brillen, wie sie jetzt grad Samsung mit der Gear VR unter die Leute bringt als Bundle zusammen mit ihrem neuen Flaggschiff-Smartphone S7. Diese Brillen erlauben, in eine virtuelle Realität einzutauchen und sich darin zu bewegen. Die meisten Geräte arbeiten noch mit dem Smartphone als Bildquelle - dabei wird der Bildschirm in 2 Hälften geteilt, welche dann ein Stereobild erzeugen, welches durch die Brille dreidimensional erscheint. Die Technik kannten bereits unsere Grossväter. Was die Brillen nun aber natürlich erlauben ist die Bewegung des Kopfes zu messen und entsprechend kann man auch in der virtuellen Realität den Kopf drehen.

Günstiger Einstieg: Google Cardboard
Wer das Gefühl einfach mal erleben möchte, kann sich ein Google Cardboard-kompatible Kartonhülle besorgen. Die gibt es bereits ab 12 Franken zu kaufen. Man steckt sein Smartphone in die Hülle und bekommt einen guten Eindruck, was die Technik zu leisten vermag. Wer ein Samsung S6 oder S7 besitzt, für den eignet sich die Samsung Gear VR, welche dann schon etwas komfortabler ist, weil sich gewisse Funktionen über Knöpfe am Gehäuse steuern lassen. Hochauflösung und hyperrealistisch wird es dann im Verlauf des Jahres mit der Oculus Rift oder HTC Vive welche beide allerdings mit über 700 Franken preislich in einer anderen Liga angesiedelt sind und leistungsfähige Computer benötigen.

Hololens als Alternative
Auch Microsoft arbeitet fieberhaft an einer Virtual Reality Brille. Man geht dabei allerdings mit HoloLens noch einen Schritt weiter. Bei der Umsetzung von Microsoft verschmelzen Realität und Virtualität, indem beides zusammengefügt wird. So kann man auf einem echten Tisch eine virtuelle Landschaft bauen. Die Entwickler-Version der Brille wird ab Ende März ausgeliefert. Bis die Hololens für Endkunden im Laden steht, wird es wohl allerdings noch zwei Gerätegenerationen dauern.

360° Kameras von Nikon und Samsung
Nicht dreidimensional, aber dafür Rundumsicht bieten die 360° Videos (siehe unten), welche nun überall zu sehen sind. Je nachdem wie man das Smartphone haltet, sieht man einen anderen Blickwinkel der Aufnahme. Die Spielerei kann durchaus nützlich sein, wird wohl aber den klassichen Film und Video kaum verdrängen. Momentan gibt es für Privatanwender erst eine Kamera, welche solche Aufnahmen zu einem erschwinglichen Preis beherrscht: Die Kodak SP360. Allerdings haben sowohl Nikon mit der KeyMission 360 wie auch Samsung mit der Gear 360 entsprechende Kameras für diesen Frühling angekündigt.

Vernetzt vom 15.März 2016

Boris Macek
veröffentlicht: 15. März 2016 15:00
aktualisiert: 12. März 2016 09:40