Zentralschweiz

«Wasserturm ist eh schon dunkel»: Stadt Luzern verzichtet auf Earth Hour

Klimaschutz

«Wasserturm ist eh schon dunkel»: Stadt Luzern verzichtet auf Earth Hour

Florian Estermann, 25. März 2023, 06:47 Uhr
Kappelbrücke, Luzern
© KEYSTONE/Urs Flueeler
Licht aus, Klimaschutz an. Am Samstag wird um 20.30 Uhr in tausenden Städten auf dem ganzen Globus die Beleuchtung bekannter Bauwerke für eine Stunde ausgeschaltet – in den vergangenen Jahren jeweils auch in der Stadt Luzern. Nicht so diesmal.

Ein Zeichen setzen – ein Zeichen für den Klimaschutz. Die «Earth Hour», ins Leben gerufen von der Umweltorganisation WWF, steht genau dafür. Auf der ganzen Welt werden dabei die Lichter in Wohnungen und an berühmten Bauwerken ausgeschalten.

Die 17. «Earth Hour» findet am 25. März unter dem Motto «Gemeinsam für mehr Klimaschutz» statt. Wie der WWF schreibt, sei es nicht das Ziel, durch das Lichtausschalten Energie zu sparen. Es handle sich um eine symbolische und friedliche Protestaktion. Dass während dieser Stunde auch Energie gespart werde, sei aber ein schöner Nebeneffekt.

Eiffelturm, Twin Towers, Torbogen?

Neben dem Eiffelturm in Paris, der Sagrada Familia in Barcelona oder den Twin Towers in Malaysia war in den vergangenen Jahren auch der Wasserturm oder der Torbogen in Luzern Teil der Aktion. Die Stadt Luzern beteiligte sich immer wieder. Wie die Stadt auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1 schreibt, wollte man mit den Teilnahmen zeigen, dass «der Stadt und dem Energieunternehmen ewl, der Klimaschutz ein grosses Anliegen ist».

Die Folgen des Kriegs

Heuer ist das aber anders. Die Stadt Luzerner Wahrzeichen sind so oder so kaum beleuchtet. Die Folgen des Kriegs in der Ukraine werden hier sichtbar. Beziehungsweise die Wahrzeichen eben nicht mehr. Man müsse Strom sparen. Wie Peter Schmidli von der Stadt Luzern erklärt, «macht es deshalb keinen Sinn, an der Earth Hour teilzunehmen». Auch wenn die Symbolik einer Teilnahme hätte mitgetragen werden können. Im kommenden Jahr wolle man aber wieder mitmachen.

Teilnehmen, das machen in diesem Jahr bereits über 165 Länder. Alleine in Deutschland seien es über 550 Gemeinden, welche sich angemeldet haben. Im Vergleich dazu: In der Zentralschweiz sind es deren null.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. März 2023 06:47
aktualisiert: 25. März 2023 06:47